Mein Leben und ich..

An sich dachte ich immer ich wäre ein ganz normaler Mensch mit einem gesunden Menschenverstand der alles auf die Reihe bekommt und der nicht dumm in der Birne ist.

Aber so langsam stell ich mir die Frage was alles bei mir schief gelaufen sein muss, dass ich nun so bin wie ich halt bin. Ich betrachte mein Leben von oben und stelle fest, dass ich gänzlich ein Problem mit mir und meiner Umwelt habe.

Von daher möchte ich einfach mal niederschreiben was so alles in mir vorgeht, angefangen bei meiner Kindheit, Jungend bishin zu meiner Unfähigkeit Beziehungen und Freundschaften aufrecht zu erhalten

 

Meine Mutter:

Es ist schon erstaunlich, dass man gleich nach seiner Geburt für’s Leben geprägt wird.

Ansich war ich ein geplantes Kind, das aus Liebe gezeugt wurde. Nur hielt es mein „Erzeuger“ es für angemessener sich seiner Affaire zu widmen als meiner Mutter. Ich sozusagen eine gleichaltrige Halbschwester, die ich noch nie gesehen habe, gescheige meine „E“.

Somit war ich das Laster für meine Mutter, wurde halt geduldet und mitgenommen auch wenn ich ungewollt war.

Als ich zwei Jahre alt war lernte meine Mutter einen neuen Mann kennen, der bald darauf auch ihr Ehemann wurde. Mit 4 bekam ich einen kleinen Bruder. Natürlich das größte Geschenk für meine Mutter. Er wurde von vorne bis hinten verwöhnt, hat alles bekommen, musste nie was machen und bekam natürlich auch die Zuneigung und Liebe die ich nie erfahren habe.

Das zieht sich komplett durch meine Kindheit bishin zum Erwachsenwerden. Immer wieder musste ich, wenn ich Probleme hatte, diese selber lösen. Keiner der für mich da war. Und da lernt man das Verdrängen.

Wenn irgendwas passiert, womit ich nicht klar komme, versuche ich dieses einfach auszublenden. „Immer positiv denken. Irgendwie geht das schon voran!“

Das ist natürlich nicht die beste Möglichkeit, aber so steigert man sich da nicht zu sehr rein. Und wen soll ich um Hilfe bitten? Meine Mutter? Die ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie sich für mich Zeit nehmen würde. Freunde? Was sind denn bitte schön Freunde? Ich habe Bekannte, die man mal trifft und Kumpels mit denen ich was unternehme. Jeder Mensch den ich näher als fünf Meter an mich rangelassen habe hat mich auf tiefste enttäuscht.

Somit lernt man alles zu verdränge. Schulden, ein Kind an der Backe, alle Probleme.

Ich warte immer noch auf den Moment wo das Fass überläuft und ich nicht mehr kann. Aber bis jetzt bin ich auf dieser Schiene sehr gut gefahren. Naja, abgesehen davon, dass ich damit vielen Menschen sehr wehgetan habe. Aber immer positiv denken.

Ein weiteres Kapitel aus meiner Kindheit ist, dass ich wegen der mangelnden Zuneigung die ich erhalten habe immer auf der Suche nach Aufmerksamkeit und Zuneigung bin. Ich kann gar nicht mehr zählen mit wie vielen Frauen ich bereits zusammen war bzw. was hatte. Seit meinem 15. Lebensjahr war ich nie länger als vielleicht 2 Monate solo. Ist die eine weg kommt die nächste.

Das zog sich bis ca. 21 hin und ab da wurden die Beziehungen tatsächlich mal länger. 11Monate, 13Monate. Nicht schlecht. Aber wie ist es denn immer geendet? Entweder war es mir irgendwann zu langweilig oder zu stressig und ich hab mir Abwechslung gesucht, indem ich fremdgegangen bin.

Aber wenn ich mal wirklich der Annahme war das wäre die Richtige und ich setze alles Energie in diese Beziehung war ich der Arsch und wurde betrogen. Häufiger als mir lieb ist.

Kann auch sein, dass ich dadurch auch eine verdrehte Vorstellung von einer Beziehung habe.

30.1.08 22:33

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